Deutsche Bank veräußert Cosmopolitan Casino

Deutsche Bank veräußert Cosmopolitan Casino

Wie jetzt bekannt gegeben, hat die Deutsche Bank das Cosmopolitan Casino in Las Vegas verkauft. Offensichtlich handelte es sich dabei um eine für das Geldhaus nicht sonderlich ertragreiche Investition und wie man das in diesem Bereich kennt, wird da schnellstmöglich und eiskalt aussortiert. Im Jahre 2010, noch bevor das Haus überhaupt in Betrieb ging, hatte die Deutsche Bank zugeschlagen, doch nun wird das Objekt wieder abgestoßen und zwar für 1,7 Milliarden Dollar an Blackstone Real Estate Partners.

Seinen Zweck als Hotel und Restaurant mit angeschlossenen Casino hat das Cosmopolitan offenbar nicht zufriedenstellend erfüllen kann. Im Gegensatz zum Rest von Las Vegas wurde hierbei nämlich versucht, das Haus nicht in erster Linie als Glücksspielbude zu präsentieren, sondern eben vor allem Wert auf kulinarische Hochgenüsse und einen luxuriösen Aufenthalt gelegt. Offenbar zog dieses Konzept nicht so viele Kunden wie erhofft und das „definitiv andersartige“ Casino erschien der Deutschen Bank nicht mehr attraktiv genug. Starköche standen am Kochtopf und die Einrichtung war in jedem Fall hochwertig, geschmackvoll und erlesen. Da man soviel Wert auf eine Atmosphäre wie im Hotel oder eben in einem Nachtclub legte, ging das eben schief und nun trennt sich die Bank von dieser Anlage kurzerhand.

Blackstone hingegen, der Käufer und weltweit bekannte Immobilienhändler, ist stolz auf den Erwerb und rechnet sich einiges aus. Meist erwirbt diese Firma Objekte, deren Wert nicht richtig erkannt wurde, und man versucht dann, durch Maßnahmen eine entsprechende Wertsteigerung zu erreichen. Eigenwerbung, die dann zum selbst gegebenen Titel des „größten opportunistischen Immobilienhändler“ der Welt führte! Die Verantwortlichen bei Blackstone hätten den Wert des Cosmopolitan schon lange hoch geschätzt und werden nun alles tun, um den Erfolg noch weiter zu verbessern. Vielleicht war ja auch einfach nur der Anspruch der Deutschen Bank zu hoch?